Rückblick: Berliner Mannschaftsmeisterschaft 2025/2026

In der nächsten Woche startet die BMM in die neue Saison. Zum Abschluss der Serie berichtet Max aus unserer 2. Mannschaft über eine Saison, in der aus einem Abstiegskandidaten am Ende ein starker Vierter wurde:

Die 2. Mannschaft war in der vorangegangenen Saison aufgestiegen und hatte vor allem ein Ziel: Nicht absteigen!


Eine Aufgabe, die zwar möglich schien, aber durchaus schwer werden würde, da wir auf Platz 8 der Setzliste waren und Platz 9 und 10 der Tabelle schlussendlich absteigen würden.

Die Aufgabe wurde auch nicht leichter als wir uns in der 1. Runde gegen die direkten Konkurrenten Oberschöneweide 3 mit 3:5 geschlagen geben mussten. Zu diesem Zeitpunkt war das besonders bitter, da wir Oberschöneweide als eine der zwei potenziellen Absteiger, die wir hinter uns lassen müssten, sahen. Hier zeigt sich bereits wie eng die Staffel beisammen war. Die als Abstiegskandidaten gehandelten Oberschöneweider wurden nämlich am Ende sogar 2.
Das wussten wir natürlich zu diesem Zeitpunkt noch nicht, daher war die nächste Runde umso wichtiger, um endlich Punkte zu sammeln.

Die 2. Runde verlief dann quasi sinnbildlich für unsere ganze Saison. Hart erkämpfte Punkte und irgendwie haben wir immer die wichtigen Punkte geholt und die engen Mannschaftskämpfe für uns entschieden, oder noch geradeso ein 4:4 erkämpft. Gegen die starke Mannschaft von Kreuzberg 3 mussten wir zu siebt antreten. Die Vorzeichen waren also nicht optimal aber die Story der 2. Runde war der Ausbau der absolut verrückten Siegesserie von Nico, der hier den 9. (!!!) BMM-Sieg in Folge einfahren konnte und das in dramatischer Weise. Er war der letzte, der noch spielte und trickste seinen Gegner in einem eigentlich remisen Endspiel aus und sicherte uns so, mit der letzten Partie des Mannschaftskampfes, den 4,5 Punkte Mannschaftssieg.

Das gab uns allen das Gefühl, dass der Klassenerhalt auf jeden Fall möglich ist.
Dieses Gefühl wurde dann auch in der nächsten Runde bestätigt. Gegen die absoluten Außenseiter Empor 2 gelang uns ein überzeugender 6:2 Pflichtsieg, in dem Nico seine Serie auf 10 BMM-Siege in Folge ausdehnte.


Es folgte ein starkes 4:4 gegen die klar favorisierte Berolina-Mannschaft. In dieser Runde hatte Nico entschieden, dass alles über 10 Siegen nacheinander zu starke Angeberei wäre und zeigte uns, dass auch er menschlich ist und auch mal eine Niederlage vorkommen kann, solange die Mannschaft mindestens ein 4:4 holt.


Auch in der 5. Runde holten wir ein starkes 4:4 und konnten erst in der 6. Runde durch den späteren Staffelsieger Kreuzberg 2 besiegt werden.


In der 7. Runde kam es zu einem vorentscheidenden Duell. Wir gegen SF 5. Die Sieger wären sicher durch und die Verlierer würden ganz tief in den Abstiegskampf hineinrutschen. Aber mit einer unserer besten Saisonleistungen konnten wir ein sehr souveränes 5,5:2,5 einfahren, was uns den erfolgreichen Klassenerhalt bereits 2 ganze Spieltage vor Schluss sicherte. Das Saisonziel war also erreicht und wir konnten die letzten beiden Runden entspannt angehen und schauen, was noch so geht.
In der 8. Runde gegen Zitadelle mussten wir uns wieder knapp geschlagen geben. Hier ist allerdings anzumerken, dass wir die Saison mit insgesamt nur 3 Niederlagen beendeten (kleiner Spoiler für die letzte Runde) und das gegen die Nr. 1, 2 und 3 der Endtabelle. Ich denke das ist gar nicht schlecht für einen „Abstiegskandidaten“.


In der letzten Runde konnten wir die Saison mit einem überraschend deutlichen 5:3 Sieg gegen die favorisierten Gegner von Weiße Dame krönen, was uns am Ende mit 10 Punkten den starken 4. Platz sicherte.

Die Saison war also insgesamt ein voller Erfolg!


Meine persönlichen Highlights waren zum einen der bereits erwähnte 10-Siegeslauf von Nico, außerdem hat unser frischgebackener Vater (nochmal ein riesen Glückwunsch !!!) Antoine 2x wieder mit uns am Brett gesessen und entscheidende Punkte eingesammelt und Robert hat mit 5/7 an Brett 2 (bzw häufig 1) mehr abgeliefert als Lieferheldenfahrer an einem Sonntag in Berlin.


Insgesamt hatten wir ein super Mannschaftsklima (ich hoffe, die anderen sehen das auch so) und ein großes Kompliment an alle für die reibungslose Kommunikation. Es war ein Träumchen.
Außerdem möchte ich mich nochmal gesondert bei Maik bedanken, der, wie immer, für tolle Bedingungen bei den Heimspielen gesorgt hat, die diese immer zu Highlights im schachlichen Kalenderjahr machen.

Auf eine gute neue Saison!

Rückblick: Berliner Mannschaftsmeisterschaft 2025/2026

Am Sonntag, 27. September 2026, startet die Berliner Mannschaftsmeisterschaft (BMM) in die neue Saison. Grund genug, in einer kleinen Mini-Serie auf besondere Momente, Erfolge und Rückschläge der letzten Saison zurückzublicken.

Diesmal berichtet Henrik aus der 1. Mannschaft:

Unser Ziel war es, vor der Saison aufzusteigen, was wir leider knapp verfehlt haben. Mit 15 Punkten am Ende aber trotzdem ein sehr starker 2. Platz und eine Punktausbeute, die in den letzten Jahren eigentlich immer für Platz 1 gereicht hätte.

Es gab nur eine Niederlage gegen den Tabellen-1. und ein Unentschieden gegen Zehlendorf.

Es haben die allermeisten in der Mannschaft eine starke Saison gespielt, bis vielleicht auf Yannick. Was aber schlussendlich auch wichtig war: Wir sind mit 10 Spielern über die gesamte Saison ausgekommen, also 8 Stammspieler plus 2 Ersatzspieler, welche ich mir vor der Saison auch schon als mögliche Ersatzspieler ausgesucht hatte. Dazu kam eigentlich noch Robert, welcher nicht zum Einsatz kam, als mögliche 11. Person – also insgesamt ein Kader von 11 Leuten.

Das freut mich persönlich ganz besonders, da es im Umkehrschluss quasi heißt, dass alle sehr motiviert waren und sich die Termine freigehalten haben.

Ich denke, wenn wir nächste Saison wieder so eine starke Saison spielen, mit dem ein oder anderen, der in letzter Zeit auch noch einmal besser geworden ist, werden wir mit Sicherheit wieder ganz vorne mitspielen und uns am Ende auch den Aufstieg holen.

Rückblick: Berliner Mannschaftsmeisterschaft 2025/2026

Am Sonntag, 27. September 2026, startet die Berliner Mannschaftsmeisterschaft (BMM) in die neue Saison. Grund genug, in einer kleinen Mini-Serie auf besondere Momente, Erfolge und Rückschläge der letzten Saison zurückzublicken.

Den Auftakt macht Kirsten, unsere Mannschaftsleiterin der Vierten:

Obwohl wir in der Saison 2024/25 den Aufstieg knapp verfehlt haben, durften wir als Nachrücker in die 2. Stadtklasse hochrutschen und haben diesen Schritt auf keinen Fall bereut. Wir wussten, dass es schwer wird und haben uns aber zu keinem Zeitpunkt die Freude am Kampf um jeden halben Punkt nehmen lassen. Zum Schluss wurde es sogar ein richtiger Endspurt, den wir leider verloren haben. Das Spielen in der 2. Stadtklasse war dennoch schöner als in der 3., da hier in jeder Runde Herausforderungen warten und da wir 8 Bretter besetzen durften. 

Positiv in dieser Saison war, dass ich als Mannschaftsleiterin eine feste Mannschaft hatte und dass in dieser Mannschaft eine klare Einteilung zwischen Stamm- und Ersatzspielern bestand. Ich hatte immer 8 Spieler für 8 Bretter (bis auf den ersten Spieltag, wo Ersatz aus der 5. Mannschaft – Henrik – aushalf) oder manchmal auch 9. So war das Aufstellen der Mannschaft relativ einfach und auch die Stammspieler wussten ziemlich zuverlässig, dass sie zum Einsatz kommen. Außerdem hat mir jeder Spieler rechtzeitig Bescheid gegeben, wenn er mal nicht kann. Und es hat scheinbar jeder mitgerechnet und mit gefiebert. Meist gab es vor und direkt nach einem Spiel die Prognosen und Chancenbewertung per Mail an mich. Das zeigt einen guten Zusammenhalt. Ich als Mannschaftsleiterin hatte jedenfalls die beste und auch einfachste Saison hinsichtlich der organisatorischen Sachen. 

Mit dem Abstieg ist keiner bei uns zufrieden, schon weil nun wieder nur 6 Bretter zur Verfügung stehen werden. Aber das überstehen wir auch und werden hoffentlich wieder aufsteigen. 

Kein Geheimtipp mehr

Am Sonntag, 28. Juni 2026 hat unser Verein, vertreten von Henrik, Georg, Marcel und Jaro zum dritten Mal in vier Jahren den Berliner Mannschaftspokal geholt. Unser aller Gratulation hierzu.

Mannschaftspokal Sieger 2026: Marcel, Henrik, Georg und Jaroslav neben Turnierleitung Bernhard Riess und Turnierorganisator Klaus Welke.

Am heißesten Wochenende des Jahres mussten sie sich im Halbfinale erst noch gegen die TSG Oberschöneweide durchsetzen, die sich an Brett 2 mit ihrem Passivmitglied Emil Schmidek, der sonst für die SF Berlin in der Bundesliga spielt (und als Kind bei GW Baumschulenweg angefangen hat).

Am Sonntag war es dann auch lange umkämpft und reichte für einen nervenaufreibenden engen Sieg gegen Chemie Weißensee.

Damit ist der Verein für die deutsche Meisterschaft qualifiziert! Wir drücken weiter die Daumen.

Mehr Berichte gibt es auch noch auf der Seite des BSV von der Turnierleitung Bernhard Riess.

Mehr als Punkte: DSAM Magdeburg 2026

Für uns Berliner ist die DSAM in Magdeburg mit einer rapiden Anreise verbunden. Also ideale Bedingungen für eine gemeinsame Vereinsfahrt. So machten sich insgesamt 21 Mitglieder auf den Weg.

Für mich persönlich begann das Turnier holprig. Mein Kopf war voller lähmender Detailfragen, und die Partien fühlten sich schwer und träge an. In diesem Turnier rückten die Endspiele für mich besonders in den Mittelpunkt. Selbst vorteilhafte Stellungen waren für mich schwer zu verwerten.

Das Schönste an dieser Fahrt war jedoch das gemeinsame Abendessen mit anschließendem Songtitelraten und Schachtandem. Auf diese Weise lernte man viele Vereinsmitglieder besser kennen. Die entspannte Stimmung lockerte mein verbissenes Gemüt spürbar auf. So gelang mir am Ende doch noch ein versöhnlicher Abschluss. Jedoch zu spät. Am Ende gebe ich mit zwei aus fünf Punkten zufrieden. Viel wichtiger war ohnehin die schöne gemeinsame Zeit.

Für einen unserer Trainer wurde die Fahrt zu einer wertvollen neuen Erfahrung. Statt selbst zu spielen, konnte er sich ganz auf die Rolle als Beobachter, Trainer und Unterstützer konzentrieren. Ein wahrer Mentor also. So verfolgte er die Partien unseres Nachwuchses und der Jugendlichen aus nächster Nähe und konnte sehen, wie weit sie bereits sind. Die Nachwuchsarbeit so intensiv mitzuerleben war spannend und bereichernd, weil sonst sonst die erste Mannschaft in seinem Fokus steht.

Für eine Mutter, die zur Unterstützung ihrer Kinder mitgereist war, wurde das Wochenende zu einem eigenen kleinen Abenteuer. Kurz vor Turnierbeginn entschied sie sich spontan, beim Anfängerinnenturnier mitzuspielen. Eine ideale Gelegenheit für einen Turniereinstieg und ihr Vorwissen anzuwenden.
Ihre Partien waren abwechslungsreich und emotional. Ein großer Motivationsschub war ihr Sieg in der Auftaktpartie mit Weiß, der ersten überhaupt. In der dritten Runde konnte sie sogar das erlernte Treppenmatt anwenden. Zwischenzeitlich gab ihre Tochter wertvolle Tipps. Am Ende erreichte sie 2 aus 4 Punkten und landete damit genau in der goldenen Mitte. Beim nächsten Mal ist sie sicher wieder dabei, auch wenn der Puls zwischendurch höher stieg als bei einem Wettlauf.